Mit der Mehrheit von SPD und CDU wurde kürzlich ein AfD-Antrag abgelehnt, den Bedarf für ein Freibad im Bezirk Harburg zu prüfen. Die SPD-Abgeordnete der Bezirksversammlung Beate Pohlmann verwies zur Begründung auf den Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU. Darin steht, die Groko strebe mittelfristig den Bau eines neuen Kombibades im Bereich des Neubaugebietes Elbmosaik an. „Die Planungen müssen bereits jetzt vorangetrieben werden“, heißt es in dem Vertrag von 2014.

„Es ist ja schön und gut, dass das im Koalitionsvertrag steht. Aber was hat die Groko denn seit 2014 konkret unternommen?“, will Peter Lorkowski von der AfD-Fraktion wissen. „Ist überhaupt geprüft worden, welchen Bedarf es in Harburg gibt, bevor man sich auf ein Kombibad festlegt?“

Die AfD –Fraktion ist für ein neues Freibad, wenn es sich im üblichen Rahmen wirtschaftlich betreiben lässt. Deshalb wollte sie mit ihrem ersten Antrag prüfen lassen, welchen Bedarf es für ein Freibad gibt und ob es sich im Bezirk Harburg mit vergleichbaren Kostendeckungsgrad wie in anderen Hamburger Stadtteilen zu betreiben wäre. Nun fordert die AfD für das Kombibad eine vorherige Bedarfs- und Wirtschaftlichkeitsanalyse.

„Wir möchten sichergehen, dass uns die Groko kein Millionengrab beschert, wie es Frau Pohlmanns Parteifreund, der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz, in Würselen hinterlassen hat“, kann sich Peter Lorkowski einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen. Schulz hatte während seiner Zeit als Bürgermeister in Würselen gegen erheblichen Widerstand der Bürger den Bau eines teuren Spaßbads durchgesetzt, das sich als vollkommen unwirtschaftlich erwies.