CDU und SPD haben die von der AfD-Fraktion angeregte Bedarfsprüfung für ein neues Freibad im Bezirk Harburg abgelehnt. Auch ein Änderungsantrag seitens der NEUE LIBERALE wurde von der Großen Koalition verworfen. Die GroKo wünsche sich vielmehr ein Kombibad im Bezirk und sähe daher keine Notwendigkeit, den beiden Anträgen zuzustimmen. Ein eigener Vorschlag wurde übrigens nicht gemacht.

Hintergrund des AfD-Antrags ist der offensichtliche Mangel an geeigneten Freibädern. Wer an heißen Sommertagen eine Badeanstalt besuchen möchte, das dem heutigen Standard entspricht, der muss nach Finkenwerder oder in die niedersächsischen Nachbarkreise Harburg und Stade fahren. Im Bezirk existiert nur das Freibad Neugraben, das seit Jahren hohe Verluste erwirtschaftet und kontinuierlich sinkende Besucherzahlen zu verzeichnen hat.

Schade drum: Mit der Annahme des Antrags, wäre das Problem konkret angegangen worden. Womöglich hätten sich auch schon Lösungsansätze angeboten. Stattdessen liegt das Thema erst einmal auf Eis und die Harburger Bürger müssen sich weiterhin mit dem nicht mehr zeitgemäßen Freibad Neugraben abfinden. Fest steht jedenfalls, dass sich der Betrieb des Freibads auf Dauer immer weniger rechtfertigen lässt!