„Für meine Orgeln habe ich nie viel verlangt, sondern den Kirchen, wenn sie keine ausreichenden Mittel besaßen, zur Ehre Gottes die Orgeln für den halben Preis gebaut“, erklärte Arp Schnitger Ende des 17. Jahrhunderts auf die Frage, warum er als berühmtester Orgelbauer seiner Zeit nie reich war. Dem Vollender der norddeutschen Barockorgel, dessen Wirkungskreis sich über ganz Nordeuropa erstreckte, soll im Juli 2019 anlässlich seines 300. Todestages gedacht werden.
Schnitger wurde 1682 zum hanseatischen Vollbürger und baute in der St.-Nikolai-Kirche die seinerzeit weltweit größte Orgel, was ihm zu internationalem Ruhm verhalf. Die weltweit größte Barockorgel existiert heute noch. Sie steht in der Hamburger St.-Jacobi-Kirche.
Die AfD plädiert mit ihrem Antrag an die Bezirksverwaltung, diesem Genie zu gedenken, indem auf seiner Orgel in der Neuenfelder St. Pankratius Kirche ein Konzert mit international bekannten Organisten stattfindet. Dies ist zudem der Ort, an dem Arp Schnitger gemeinsam mit Frau und Tochter die letzte Ruhe fand.