Die Anzahl der Wohnungseinbrüche ist mit 472 erfassten Fällen (Vorjahr 467) auf hohem Niveau weiter leicht angestiegen. Das ergab die Antwort der Behörde für Inneres und Sport (BIS) auf eine Anfrage der AfD-Fraktion Harburg. Die Aufklärungsquote der Wohnungseinbrüche blieb im Zeitraum von Januar bis September im Bezirk Harburg mit 6,6% (Vorjahr 6,7%) auf konstant niedrigem Niveau. Die meisten Einbrüche in diesem Zeitraum hatten Neugraben-Fischbek, Harburg und Eißendorf zu verzeichnen. In den Stadtteilen Sinstorf und Marmstorf gab es gegenüber dem Vorjahr einen deutlichen Zuwachs an Einbrüchen.

„Die AfD-Fraktion ist der Meinung, dass die seit Jahren sinkende Aufklärungsquote u.a. auf die zu dünne Personaldecke der Polizei zurückzuführen ist. Trotz steigender Belastungen der Polizeibeamten ist keine angemessene Erhöhung des Personals vorgesehen. Die AfD hält dies schon seit geraumer Zeit für falsch! Zudem sendet die vorherrschende lasche Bestrafungspraxis ein falsches Signal an potentielle Einbrecher aus.“

57% der Tatverdächtigen waren keine deutschen Staatsbürger. Zudem zählen Personen mit Migrationshintergrund zu Tatverdächtigen mit deutscher Staatsangehörigkeit, da ein Migrationshintergrund statistisch nicht erfasst wird.

Dazu die AfD: „Mehr als 50% ausländische Täter sprechen eine eindeutige Sprache. Wohnungseinbruchsdelikte sind offenkundig ein wachsendes Problem für den Bezirk. Für einen Teil der Taten sind reisende Täter aus dem In- und Ausland verantwortlich.

Problematisch ist in diesem Zusammenhang die statistische Erhebung, bei der Personen mit Migrationshintergrund als deutsche Tatverdächtige gezählt werden und an dieser Stelle keine weitere Differenzierung stattfindet. Die bestehende Praxis der PKS verfälscht somit den Zusammenhang zwischen Einbruchsdelikten und der Herkunft der Täter. Wenn der Politik an Transparenz und Glaubwürdigkeit gelegen ist, warum dann nicht auch in einer differenzierten Erfassung von Straftätern?

Zur Vorsorge empfiehlt die Behörde, sich bei der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle zu informieren. Die Polizei bietet den Hamburgern eine kostenfreie und produktneutrale Beratung zum Einbruchschutz. Neben der technischen Ausrüstung hilft eine aufmerksame Nachbarschaft bei der Verhinderung von Einbrüchen. Die Polizei wirbt darum, einfache Hinweise auf verdächtige Personen an die Polizei weiterzugeben.

Näheres zur Antwort der BIS